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Wie sieht ein C-Test aus?

Das C-Prinzip und die ersten C-Tests in deutscher und englischer Sprache wurden 1981 von Raatz und Klein-Braley als Reaktion auf die zahlreichen Schwächen der CLOZE-Tests entwickelt und 1982 auf einer internationalen Tagung in England der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt.

Ein C-Test ist ein integrativer schriftlicher Test der allgemeinen Sprachbeherrschung, der auf dem Konzept der sog. "reduzierten Redundanz" beruht.

Ein solcher Test besteht meist aus 5 authentischen Texten in der jeweiligen Sprache, die inhaltlich möglichst unterschiedlich und dem Sprachniveau und dem Alter der Probanden angepaßt sein müssen. Die Texte sollen "neutral" und weitgehend in sich abgeschlossen sein und einen Umfang von ungefähr 70 Worten haben.

Diese Texte sind nach dem sog. C-Prinzip "beschädigt". Beginnend mit dem zweiten Satz, fehlt bei jedem zweiten Wort die zweite Hälfte. Der fehlende Teil wird entweder durch eine durchgehende Linie oder durch so viele Striche, wie Buchstaben fehlen, ersetzt. Nach 20 oder 25 Tilgungen läuft der Text aus. Bei Worten mit einer ungeraden Zahl von Buchstaben wird etwas mehr getilgt. Worte, die nur aus einem Buchstaben bestehen, Zahlen oder spezielle Namen werden bei der Zählung übersprungen.

Von diesem strengen Tilgungsprinzip kann abgewichen werden, wenn bei der Rekonstruktion mehrere Lösungen möglich sind. In diesem Falle werden weniger Buchstaben gestrichen.

Diese Regeln für die Tilgung gelten im Normalfall für deutsch und englisch. Bei zusammengesetzten Worten, sowie in anderen Sprachen müssen sie etwas modifiziert werden.

Bei der Testdurchführung wird der Testteilnehmer aufgefordert, die fehlenden Wortteile zu rekonstruieren. Die Bearbeitungszeit beträgt pro Text in der Regel 5 Minuten, d.h. insgesamt z.B. 25 Minuten. Für einen Muttersprachler reichen meist zwei Minuten für jeden Text aus. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, daß ein C-Test an Reliabilität und Validität gewinnt, wenn man für jeden Einzeltext die Zeit separat vorgibt. (Nach 5 Minuten: Halt, bitte umblättern!)

Der Gesamtpunktwert ist die Zahl der richtig rekonstruierten Lücken. Rechtschreibfehler können je nach Sprachstand und Definition des Konstrukts angerechnet werden oder nicht.

Diesen Gesamtpunktwert kann man dann entweder in einen Normwert transformieren (normorientierte Leistungsmessung) oder auf den maximal möglichen Punktwert beziehen (kriterienorientierte Leistungsmessung). Das Ergebnis sagt etwas über die "allgemeine Sprachfähigkeit" der getesteten Person in der jeweiligen Sprache in Relation zum Gruppendurchschnitt oder zu einem "native speaker" aus.

C-Tests sind leicht zu entwickeln, durchzuführen und auszuwerten. Sie liegen inzwischen in einer großen Zahl von europäischen und außereuropäischen Sprachen vor. Sie sind objektiv und meist hoch reliabel, wobei die Reliabilität nach der -Formel von CRONBACH abgeschätzt wird. Zur Bestimmung der Validität, insbesondere der Übereinstimmungsvalidität und der Konstruktvalidität, liegt eine große Zahl von empirischen Untersuchungen vor.

Deren Ergebnisse sowie der theoretische Hintergrund legen nahe, daß C-Tests die allgemeine Sprachfähigkeit auf ökonomische, objektive und reliable Weise messen.

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