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:: StartseiteCtestBeschreibung Theorie

Welche Theorie liegt zugrunde?

C-Tests gehören zu einer Gruppe von Sprachtests, die auf dem Prinzip der "reduzierten Redundanz" basieren. Zu dieser Gruppe gehören noch der Noise-Test, der CLOZE-Test und das klassische Diktat.

Das Konzept der Redundanz stammt aus der Informationstheorie. Eine Nachricht, die redundant ist, enthält mehr Informationen als zu ihrem Verständnis notwendig sind. Dadurch wird erreicht, daß eine gestörte Nachricht aus den noch intakten Teilen rekonstruiert werden kann. Redundanz ist eine notwendige Eigenschaft der natürlichen Sprache.

Mit Sprache übermittelt ein Sender, ein Sprecher oder ein Schreiber Informationen an einen Empfänger, einen Zuhörer oder einen Leser. Dabei können zwei Übertragungskanäle benutzt werden, der auditive und der visuelle Kanal. Der Inhalt der Nachricht wird in Buchstaben, Silben, Worte und Sätze "codiert".

Die Übertragung dieser Informationen wird oft gestört, bei schriftlichen Nachrichten z.B. durch eine unleserliche Handschrift, bei mündlich übermittelten Nachrichten durch eine zu leise oder undeutliche Sprache oder durch störenden Lärm. Damit die Informationen trotzdem abgesichert bleiben und verstanden werden, sind sie "redundant", das heißt, es werden mehr Informationen übertragen, als eigentlich notwendig wären, und die Informationen sind untereinander systematisch "verkettet".

So folgt z.B. in der deutschen Sprache nach der Buchstabenkombination sc immer ein h. Die Information "es folgt ein h" ist redundant, weil das ein deutscher Muttersprachler weiß. In dem Satz "in einem kleinen Häuschen" sind die Größe des Hauses zweimal und das Genus dreimal verschlüsselt. Das Wort "klein" ist z.B. überflüssig, also redundant, nämlich wegen der Endung "chen".

Bei der Sprache findet man diese natürlichen Redundanzen auf der Buchstabenebene, der Wort- und der Satzebene, man findet sie im Wortschatz und in der Grammatik einer Sprache, ja sogar im allgemeinen "Weltwissen" oder "Fachwissen", vorausgesetzt Sprecher und Zuhörer haben den gleichen Hintergrund.

Mittels dieser Redundanzen kann der Hörer oder Leser die gestörten oder fehlenden Sprachelemente rekonstruieren, vorausgesetzt, er beherrscht die Sprache mit ihrem Wortschatz, ihrem Regelwerk und ihrem kulturellen Hintergrund, und er kennt und erkennt die Redundanzen. Das geschieht bei einem Muttersprachler meist unbewußt. Ein Sprachlerner, der noch nicht die volle Sprachkompetenz besitzt, ist weniger befähigt, die Redundanzen zur Rekonstruktion der gestörten Nachricht auszunutzen. Er macht bei der Rekonstruktion mehr Fehler.

Die Idee, die Redundanz der Sprache für die Sprachdiagnostik auszunutzen, ist die Grundlage für eine Gruppe von neuartigen Sprachtests, die globale oder integrative Tests genannt werden und zu denen der C-Test gehört.

Das Prinzip dieser Tests ist ganz einfach:

  • Man wähle eine Zufallsstichprobe von möglichst authentischen Texten aus, welche dem Alter und der Lerngeschichte der Zielgruppe angemessen sind.
  • Man beschädige diese Texte zufällig oder systematisch.
  • Man lege diese Texte den Probanden mit der Bitte um eine genaue Rekonstruktion vor.
  • Die Probanden müssen ihre Sprachkompetenz aktivieren, um die Texte zu rekonstruieren. Je besser ihnen das gelingt, desto größer ist ihre allgemeine Sprachfähigkeit im Vergleich zu einem Muttersprachler.

Auf der Grundlage des Konzepts der reduzierten Redundanz sind verschiedene Testarten entwickelt worden.

Die wichtigsten sind:

  • Cloze-Test (Oller und Conrad 1971): Den Probanden wird ein Text vorgelegt, bei dem z.B. jedes 5. Wort fehlt. Die Probanden müssen die Lücken ergänzen.
  • C-Test (Raatz und Klein-Braley 1981): Den Probanden werden fünf Texte vorgelegt. Bei jedem Text fehlt beginnend beim zweiten Satz bei jedem zweiten Wort die zweite Hälfte. Diese fehlenden Wortteile müssen ergänzt werden.
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